NIM VIND
Es ist heutzutage nahezu unmöglich als Band in einem Genre zu starten, es in diesem nach oben zu schaffen und später dann auch noch Hörer aus anderen Bereichen zu “erobern”. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und als Ausnahme ist der Kanadier NIM VIND nun wahrlich zu bezeichnen. Ursprünglich in der Horror Punk-Ecke gestartet, hat Chris Kirkham (NIM VIND) sich mit seiner Band bestehend aus seinen beiden Brüdern schnell mehr Platz verschafft und das enge Korsett von geschminkten Gesichtern in Kombination mit latent verstimmten Gitarren und 50er-Jahre Abgehsongs gesprengt. Eingängige Melodien, smarte Arrangements und vor allem Eigenständigkeit prangt mittlerweile auf der Fahne der Band. Nicht nur seine unverwechselbare Stimme, auch sein Talent Elemente verschiedenster Genres stimmig zu verschmelzen, stellt er erneut mit seinem aktuellem Album „The Stillness Illness“ unter Beweis. Dieses Hammerteil mit der ersten Singleauskopplung „Killing Saturday Night“ ist ein einziger Genuß mit der richtigen Prise an Schnelligkeit über 13 Songs! Ein Meisterwerk des modernen, coolen Rock und Punk. Also schnell den Lautstärkeregler ganz nach rechts und die Stimmbänder mit der Flüssigkeit Eurer Wahl zum Mitsingen geölt...
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HAMEL
Wouter Hamel ist komplex, verführerisch und clever! Seine Songs sind voller Raffinesse, Unruhe und Euphorie - ergreifend und schmerzvoll zugleich. Sein Album gibt uns einen Künstler wieder, der vollendet, musikalisch an seinem Ziel angekommen und seinem Alter weit voraus ist: Wouter’s Musik ist mitreißend und einzigartig, und stellt eine breite Mischung aus all seinen Inspirationen dar. Einer der Mentoren des Künstlers war seit jeher die amerikanische Jazz-Legende Jon Hendricks. Von ihm, aber auch von seinen anderen Vorbildern wie PJ Harvey, Jeff Buckley, Peggy Lee oder auch Prince lernte Wouter, wie Widerspruch und Paradoxa in der Lage sind, kraftvolle, handgemachte Songs entstehen zu lassen. Die Melodien in Wouter’s Songs sind erhebend, seine Worte oftmals traurig. Kurioserweise lässt dies seine Musik aber nur noch fröhlicher, seine Texte jedoch umso trauriger erscheinen: „Die besten Songs sind doch selten die Fröhlichsten, es sind vielmehr jene, die dich tief berühren und die dich das Leben mit all seinen guten und schlechten Momenten spüren lassen“, sagt Wouter hierzu im Interview.
Surftipp: www.wouterhamel.com

BRIXTONBOOGIE
Der Blues ist nicht nur Klagelied, nicht nur Heulen und Zähneklappern, nicht nur chronisches Nichtweiterwissen. Der Blues ist vor allem eine Haltung und heißt auch:Die Situation präzise zu analysieren, Kraft zu sammeln, Seelenfrieden zu finden, sich gegen Demütigungen zu Wehr setzen und aufgeschlossen und durchaus fröhlich nach vorn zu schreiten.
So sieht es auch der Hamburger Musik-Produzent Krisz Kreuzer. Seit seiner Jugend liebt er den Blues, und um seine Vorstellung eines modernen urbanen Blues zu realisieren, gründete er 2005 BRIXTONBOOGIE mit folgender Idee: Man behält die tiefe musikalische Kraft des Blues, paart sie behutsam mit zeitgenössischen Klängen und transformiert sie so zu etwas Neuem - zu modernem, jetzigem urbanen Blues. Das klingt einfacher als es ist. Denn das Kollektiv schraubt nicht einfach Beats unter Samples, sondern besinnt sich auf die Tiefe und Spiritualität einer uralten Tradition. Ruhig, ohne äußeren Druck entwickelte Kreuzer verschiedene Songs und suchte Mitstreiter, die wie er Genre-Grenzen nicht akzeptierten. Zu ihnen gehören Sängerin Masha aus dem Electro-Bereich, die im Schwarzwald geborene und in Kamerun aufgewachsene Nataly Dorra oder der 65jährige Soulsänger Wayne Martin aus New Orleans. Das aktuelle Album »URBAN BLUES« belegt: Den Blues spürt man, wenn man unten ist. Aber auch: Der Blues hilft einem, wieder hoch zu kommen. »URBAN BLUES« ist solch ein Einpeitscher, ein Kraftspender, ein Mutmacher.
Blues you can use.
TANNER
Tanners Konzerte beginnen mit dem Abschied, einem Song von epischer Breite, wie gemacht für einen Soundtrack. Noch während die letzten Töne verhallen, beginnt ein wild geschnittener Trip durch die Gefühlswelten. Immer wieder setzen Posaunen und Trompeten ein, Glockenspiel und Banjo. In überraschenden Szenenwechseln dehnt die 7-köpfige Band ihren Begriff von Popmusik soundlich aus, als müsse der Film zur Musik noch gedreht werden. Sänger und Trompeter Christoph van Hal stammt aus dem Umfeld der "Helden", und Jean-Michel Tourette übernahm die Produzentenrolle.
Live gehört die Band momentan zu den aufregendsten nationalen Newcomern und hat sich schon nach wenigen Auftritten eine treue Anhängerschaft erspielt.
GLINT (USA)
“Glint ist eine amerikanische Elektro-Rockband bestehend aus dem Songwriter und Multiinstrumentalisten Jase Blankfort (Gitarre, Piano, Synthesizer, Programming), Mateus Tebaldi (Schlagzeug, Percussion und Samples), Alon Leyenton (Synthesizers, Programming) und Dave Johnsen (Bass). Die Gründungsmitglieder Blankfort und Tebaldi trafen sich Anfang 2003 durch Zufall in New York City und zogen später nach Boston um zwischen 2003 und 2006 als Duo mit ständig wechselnden Besetzungen in verschiedensten Kellern und Studentenhäusern zu spielen. Nachdem sie ihre erste große Studioproduktion „Sound in Silence“ aufgenommen hatten, bekam das Duo Anfang 2008 Verstärkung durch Leventon und Johnsen.
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Leichtmatrose
Leinen los! Der Leichtmatrose legt ab, um den deutschen Pop an neue Horizonte zu führen. Und er hat Großes vor. In der selbstbewussten Pose eines Bohemiens zitiert er die Extravaganz der New Romantik-Bewegung der frühen 80er-Jahre – und kokettiert ganz nebenbei mit der metrosexuellen Attitüde etwa eines jungen Marc Almond. So führt er geschickt Elemente aus NDW, Elektro und Poetic Pop zusammen, bleibt selbst aber stets als Beobachter an der Reling stehen. Die Erkenntnis, dass Schwarz nicht immer Schwarz und Weiß nicht immer Weiß ist, durchzieht die bildgewaltigen Texte des Songwriters wie ein roter Faden. Sein Augenmerk richtet sich vor allem auf die Menschen in den Grauzonen. Eben die, denen nicht alles auf Anhieb perfekt gelingen mag.
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Duncan Townsend
Es klingt wie eine Romanvorlage. Junger Sänger und Musiker aus dem englischen Nottingham zieht der Liebe wegen nach Deutschland, landet in Hamburg, spielt dort – wie seinerzeit schon die Beatles - zahlreiche Konzerte in den vielen Bars und Clubs auf St. Pauli und erobert sich eine stetig wachsende Fangemeinde. Es folgen ein Plattenvertrag, u. a. ein Duett mit der deutschen Pop-Ikone Nena und ein deutschlandweiter Tour-Support für die erfolgreiche englische Sängerin Katie Melua.
1981 wird er in Al Ain, in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Nähe von Dubai geboren, wo er auch seine ersten acht Lebensjahre verbringt. Eine wilde Kindheit, auf die Duncan gerne zurück blickt.
1989 ging es zurück nach England. „Ich bin mit der Musik meines Vaters aufgewachsen. Alles, was sein Plattenschrank hergab, habe ich gehört – von Skiffle bis Beat, John Lennon, Rolling Stones bis Bob Dylan, aber auch Soul Music, wie z. B. Marvin Gaye. Vor allem hat mich aber immer das Songwriting fasziniert.“ Auch wenn Duncan keine direkten Vorbilder hat, so sind spätere Einflüsse von beispielsweise Jeff Buckley, Nick Drake oder Paul Weller auch heute noch in seiner Musik zu hören.
Nach Piano- und Violinenunterricht wird später die Gitarre, die er bei seinem Vater findet und dessen Handhabung er sich selbst beibringt, zu dem Instrument, das seinem Faible für’s Songwriting den richtigen Rahmen gibt - mit 13 schreibt er die ersten Songs.
Seine große Liebe ist die zur Stadt Hamburg - speziell zum Stadtteil St. Pauli. Sein Debütalbum „Out Of The Red“, an dem er die letzten drei Jahre intensiv mit dem Team Alexander von Oswald & Herbert Böhme und zahlreichen Gastmusikern gearbeitet hat, wurde in den Boogie Park Studios in Hamburg-Altona produziert, und der Mann für die finale Umsetzung ist kein Geringerer als der Echo Preisträger 2008 („Bester Produzent“) Andreas Herbig (Udo Lindenberg, Ich + Ich, Deichkind, Reamon, A-ha etc.).
Das nächste Kapitel dieser Geschichte wird gerade geschrieben, und mit der anstehenden Veröffentlichung seines Debütalbums „Out Of The Red“ wird es ein weiteres Highlight in einer noch jungen, aber schon jetzt aussagekräftigen Musikkarriere darstellen.

KONTRUST
Sie sind jung, wild, hungrig und wollen auf die Bühne. Kontrust aus Österreich schaffen das, was man schon lange nicht mehr im deutschsprachigen Musikraum gehört hat. Sie mischen diese gesangliche Energie von Stefan & Agata mit heftigen Gitarrenriffs und blasen dem Hörer damit die Haare aus dem Gesicht.
Wer mal wieder so richtig auf einem Konzert abgehen will, der sollte die Shows des Sextetts nicht verpassen!
Surftipp: www.kontrust.info
